Da heute das Wetter endlich wieder einmal sonnig war, dachten wir uns, dass wir mit Lenny einen Ausflug in den Naturpark Sparbach machen. Streichelzoo, Wildtiere und ein großer Natur- und Wasserspielplatz klangen sehr verlockend  und würden unserem Sohn sicher viel Spaß machen.

Ausflug in den Naturpark Sparbach

Nach Sparbach haben wir nur ca. 30 Minuten mit dem Auto gebraucht und waren gleich ganz angetan vom schönen Naturpark.

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Rehe, Wildschweine und Schafe

Ich war ja schon als Kind ein großer Fan von Wildparks. Die größte Freude hatte ich immer, wenn ich die Schafe, Ziegen, Rehe und Kleintiere im Tierpark Hochkreut und in der Grünau streicheln durfte (ich bin ja ursprünglich aus Oberösterreich).
Auch mein Sohn Lenny war sofort ganz angetan von den zahmen Tieren. Während wir im Naturpark Sparbach entlang gingen trafen wir am Weg auch hin und wieder ein frei herumlaufendes Schaf oder ein Wildschwein, dass mir etwas später am Tag noch zum Verhängnis wurde.

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Natur- und Wasserspielplatz

Wenn man mit Kindern im Naturpark Sparbach ist, sollte man auf jeden Fall auch zum großen Natur- und Wasserspielplatz schauen. Hier kann man über ein Spinnennetz in ein Baumhaus mit großer Rutsche klettern, am Xylophon Waldmusik spielen, beim Bach Dämme bauen und andere Wasser Experimente unternehmen.

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Angriff vom Wildschwein

Nachdem es gegen 16 Uhr etwas kühler wurde und unsere Jause fast aufgegessen war, machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause.
Unser Weg führte wieder beim frei herumlaufenden Wildschwein vorbei, das gerade auf der Suche nach Futter war und schnuppernd am Weg herumlief. Da ich noch ein Stückchen Brot von Lenny übrig hatte, habe ich ihm dieses zugeworfen, was ein fataler Fehler war.

Es kam daraufhin auf mich zugeschossen und versuchte mich mehrmals in die Hände und in die Hüfte zu beissen. Verzweifelt habe ich versucht, es zu verscheuchen und bin absichtlich nicht davon gelaufen, da man lieber ruhig bleiben sollte, wie ich gelesen habe.
Das Wildschwein stupste mich aber immer mehr und biss oder zwickte mich schlussendlich dann doch noch in der Hüfte. Aus Panik lief ich natürlich sofort davon und das Schwein mir hinten nach. Ich hatte solche Angst und wusste nicht, was ich tun sollte. Beim Streichzoo gab es zum Glück einen Zaun, hinter dem ich mich versteckten konnte.
Das Wildschwein versuchte noch halbherzig in das Gehege zu kommen, verlor aber dann doch das Interesse und zog von Dannen. Meine Familie und ich nahmen dann sehr schnell die Füße in die Hand und begaben uns schnell zum Ausgang.

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Und was lernen wir daraus?

Selbst die liebsten freilaufenden Wildtiere, sind doch nur Wildtiere und können einmal einen schlechten Tag haben. Deshalb nie die Kinder unbeaufsichtigt lassen. Ich bin so froh, dass das Wildschwein nicht meinen Sohn angegriffen hat und er bei seinem Vater in Sicherheit war, während ich verzweifelt davon gelaufen bin.

Und das wichtigste was ich gelernt habe: Es hat schon einen Grund, warum überall angeschrieben ist, dass man die Tiere nicht füttern soll. Dass das aber so schief gehen kann, habe ich heute am eigenen Leibe gespürt und bin froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist, als die kleine Bisswunde und ein zerissenes T-Shirt.

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