Das Thema Brustkrebs ist allgegenwärtig. Fast jeder hat jemanden in seinem Bekanntenkreis der an Brustkrebs erkrankt ist.
Am Dienstag machte Angelina Jolie Schlagzeilen, als heraus kam, dass sie sich aus Angst vor Brustkrebs vorsorglich beide Brüste hat abnehmen lassen. Sie trägt nämlich, laut ihrem Arzt ein Gen in sich, durch dass die Wahrscheinlichkeit an Brustkrebs zu erkranken bei 87 Prozent liegt. Nach diesem Eingriff sank diese Wahrscheinlichkeit auf unter fünf Prozent.

Können Deodorants Brustkrebs auslösen?

Auch meine Mutter hatte bereits Brustkrebs und ist mittlerweile wieder gesund. Doch die Angst erneut daran zu erkranken, wird sie ein Leben lang begleiten. Auch ich werde immer auf der Hut sein und regelmäßig zur Kontrolle zum Frauenarzt gehen und auch sonst versuchen ein möglichst gesundes Leben zu führen. Ich rauche mittlerweile nicht mehr, trinke kaum Alkohol und versuche mich gesund zu ernähren.

Brustkrebs nein Danke

Allerdings gibt es auch Gefahren, die krebserregend sein können, die wir jeden Tag ohne nachzudenken verwenden – nämlich Deodorants.
In den letzten Monaten gab es immer öfter Meldungen, dass das Aluminiumchlorid, dass sich in fast JEDEM Deo befindet Brustkrebs auslösen könnte.

Was ist Aluminiumchlorid?

Aluminiumchlorid ist ein Salz, dass vanillefarbene Kristalle bildet. Diese Aluminiumsalze sind dafür bekannt, dass sie eine stark antitranspirante Wirkung besitzen – kurz gesagt, wer Deos mit Aluminium verwendet, schwitzt nicht. Viele Deo Hersteller benutzen Aluminiumchlorid deshalb sehr gerne, da Menschen einfach nicht gerne schwitzen und lieber den ganzen Tag unter den Achseln trocken sein wollen.
Aluminiumchlorid wirkt adstringierend, also verengt die Schweißdrüsen, wodurch die Produktion des Schweißes eingebremst wird. Schweißflecken sind dadurch Vergangenheit.

Blöd nur, dass diese hochwirksamen Aluminiumsalze unter Verdacht stehen, die Gesundheit zu gefährden.
Die Universität Genf hat herausgefunden, dass Aluminiumchlorid Brustzellen schädigen und tumorartige Veränderungen hervorrufen. Zwar wurden die Aluminiumchloride direkt in die Zellen injiziert und es gab keine natürliche Barriere, wie die Haut, trotzdem sind die Ergebnisse erschreckend.

Unverträglichkeiten und Allergien durch Aluminiumchlorid

Neben dem Verdacht, dass Aluminiumchlorid Brustkrebs auslösen kann, gibt es das weitere Problem, dass es sich hierbei eigentlich um eine leicht ätzende Substanz handelt. Viele Leute bekommen deshalb von normalen Deos Rötungen und Ekzeme, denn die Haut wird gereizt. Abhilfe wird durch die Kosmetikindustrie geschaffen, in dem sie Pflanzenextrakte und Glyzerin beimengen, damit das Produkt verträglicher wird.

Viele glauben, dass Deo-Kristalle eine gesunde Alternative sind, da sie auch komplett frei von Alkohol und Duftstoffen sind. Der Inhaltsstoff, der hier wirkt, ist das kristalline Gestein Alunit oder Alaun. Chemisch gesehen ist das aber auch ein Aluminiumsalz, dass die Bildung von Bakterien verhindert, indem es einen Schutzfilm auf die Haut legt. Dieser Wirkstoff wurde bereits schon in der Antike von Ägyptern und Chinesen verwendet.

Alternative Deos ohne Aluminiumchlorid

Deos mit Aluminium

Eine gute Alternative dagegen sind Deos ohne Aluminium. Diese richten sich ausschließlich gegen den lästigen Schweißgeruch. Sie verengen zwar nicht die Schweißdrüsen, sind aber dafür viel verträglicher. Inhaltsstoffe wie Zink, Natron und Rizinoleat binden die Nässe und Keime, die einen unangenehmen Geruch auslösen, werden reduziert.
Zusätzlich beinhalten viele alternative Deos auch noch Duftstoffe aus Parfum oder ätherischen Ölen, die zusätzlich Gerüche überdecken.

der Test mit Alternativen

Ich will euch jetzt nicht großartig belehren, denke aber, dass jeder einmal darüber nachdenken sollte, was er sich da eigentlich täglich auf die Haut schmiert.
Ich habe vor ca. 2 Monaten das Experiment gewagt auf herkömmliche Deos zu verzichten und benutze seitdem nur mehr Deos ohne Aluminium. Anfangs war das Gefühl zu „Schwitzen“ total ungewohnt, da ich es sonst gewohnt war, immer dank der herkömmlichen Deos staubtrocken unter den Achseln zu sein. Ich kann euch aber versichern, man gewöhnt sich daran und man stinkt auch mit Deos ohne Aluminium nicht!
Vor kurzem habe ich wieder einmal ein „normales“ Deo verwendet und musste es mir tatsächlich nach ein paar Stunden wieder abwaschen, da es unter meinen Achseln so gejuckt hatte.

Bisher habe ich Deos ohne Aluminium von folgenden 3 Marken ausprobiert und bin auch sehr zufrieden:

  • Yves Rocher – Frischer Deodorant mit Bio-Aloe Vera € 2,95 bei Yves Rocher
  • Lavera Basis Sensitiv Deo € 5,99 bei Müller
  • CL Med Deo Balsam hypoallergen Preis € 3,49 bei Müller

Résumé

IMG_1167 (Kopie)

Mein Favorit ist das Lavera Deo mit Bio Calendula und Aloe-Vera, da es wirklich auch bei intensivsten sportlichen Betätigungen noch wirkt. Zwar ist es etwas teurer, aber mich konnte der leicht frische Geruch überzeugen und die Wirksamkeit ist wirklich top.

IMG_1157 (Kopie)

Auf Platz 2 landet der Deo von Yves Rocher mit Bio Aloe-Vera. Dieser ist besonders günstig, duftet aber ziemlich intensiv nach ätherischen Ölen. Ich mag den Geruch, allerdings trage ich gerne Parfum und finde beide Gerüche gleichzeitig oft etwas störend. Beim Sport ist er aber top und es entstehen keine Gerüche.

IMG_1161 (Kopie)

Auch der dritte Deo ist ein gutes Alltagsprodukt. Er riecht sehr neutral, aber ich war mit der Deo-Wirkung bei den anderen 2 Deodorants begeisterter.

Ihr seht also ein Deo ohne Aluminium kostet genauso viel wie ein normaler Deo und hierbei braucht man sich auch keine Sorgen machen, dass das Produkt einen krank machen könnte. Außerdem kann ich euch garantieren, dass man auch ohne Aluminiumchlorid NICHT „schweißelt“

Seid ihr auch schon auf Alternativen umgestiegen oder verwendet ihr noch klassische Deos mit Aluminium?

6 Kommentare

  1. Hi, ein spannender Artikel, der hoffentlich von vielen Menschen gelesen wird. Denn was wir uns tagtäglich an Kosmetik antun, ist echt schon fast gruselig. Ich bin weiß Gott keine Ökotante, aber inzwischen habe ich auch ein Bewusstsein dafür entwickelt, dass viele Produkte einfach nicht gut sein können. Natürlich ist es nicht nur bei der Kosmetik das Problem, aber dennoch lohnt es sich, dort aufzupassen, was man dem eigenen Körper zumutet. LG, Steffi

  2. denke allgemein dass ein Großteil der in vielen Kosmetikprodukten enthaltenen Stoffe, wie auch zB. Aluminiumzusätze in Deos wenn vielleicht auch nicht immer gleich unbedingt gefährlich, zumindest nicht optimal für den Körper sind.. denke auch egal um welche Stoffe in Kosmetika etc. es geht, ein gesundes Maß machts -> wenn ich mir jetzt 3x hintereinander Deos mit Aluminiumzusätzen unter die Axeln schmier werd ich davon nicht Brustkrebs bekommen, verwend ich aber 30 Jahre lang nur solche Deos nimmt mein Körper sicher eine Große Menge an Stoffen auf die ich ihm nicht unbedingt geben möchte.. da man heutzutage meiner Meinung nach sowieso von allen möglichen Seiten mit irgendwelchen ungesunden Stoffen „beschossen“/gefüttert oder sonstiges wird, versuch ich zumindest in einigem Bereichen wo es mir leichter möglich ist hier zu reduzieren.
    Verwende auch das Deo von Yves Rocher mit Bio Aloe-Vera, ich finds toll und bin bisher dabei geblieben. Das von Lavera kenn ich gar nicht, aber danke für den Tipp, muss ich gleich mal probieren 😉
    Bin auch bei meiner Zahnpasta umgestiegen, verwend hier hauptsächlich welche von Weleda oda CMD. Cremen (Handcreme, Pflege für nach dem Sonnenbad, etc) mach ich mir großteils schon selber -> Ringelblumencreme, Johanniskrautöl,..
    Aber Vicky, auch wie du oben zu Beginn kurz von gesunder Ernährung schreibst -> denke auch dass das trotzdem der Hauptpunkt überhaupt ist! Egal wie hochwertig das ist was ich als Kosmetika oä verwende, wenn meine Ernährung nur aus „Müll“ und Chemie besteht hilft die hochwertigste Kosmetika nichts. Also rein in den eigenen Gemüsegarten sag ich da nur 😉

  3. Ich halte davon nicht so viel…
    Halte es eher für ein Gerücht.
    In Deutschland gibt es so starke SicherheitsMaßnahmen bei Hygieneartikeln und Lebensmitteln.
    Und selbst die hier verbotenen wegen erhöhten Krebsrisiko o.Ä. gibt es in anderen Ländern und dort raffen auch nicht alle an Krebs dahin.
    Ohne das Unterbuttern zu wollen….halte ich echt nicht so viel davon. Aber klar Sicher Leben hat immer vorteile und ich respektiere das 😉
    Weiter so

  4. Hallo,

    ich achte schon seit einigen Jahren darauf, dass keine Aluminiumzusätze in meinem Deo sind.
    Gebe dir vollkommen recht, dass man sich anfangs an das Gefühl gewöhnen muss nicht mehr 24 Stunden staubtrocken unter den Achseln zu sein. Aber es ist nicht unangenehm und vom Stinktier-Geruch ist man dennoch weit entfernt ;o)

    Ich verwende das Deo roll-on von alverde. Das ist die Naturkosmetikserie von DM.
    Gibt es in verschiedenen Varianten, von sensitiv, pflegend bis fruchtig – ist alles dabei.
    Es gibt auch verschiedene Varianten Deo-Zerstäuber von alverde, wobei ich diese allerdings nicht so mag. Da verwende ich lieber ein Deo roll-on in Kombination mit einem Pafum.

    GLG und noch ein schönes verlängertes Pfingstwochenende,
    ilse

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here