Der wunderbare Schmuck von Swarovski hat mich schon seit meiner Kindheit fasziniert. Funkelnde Kristalle, die kunstvoll zu Schmuck oder Dekorationen kreiert werden, wirken nicht nur unglaublich edel, sondern sind vor allem auch leistbar. Bei unserem Blogger-Trip nach Innsbruck zum Air and Style Event haben Iris, Carmen und ich die Chance genützt und haben am nächsten Tag noch einen Abstecher zu den Swarovski Kristallwelten gemacht, die nur ca. 20 Minuten von Innsbruck entfernt sind. Viermal täglich verkehrt nämlich ein Shuttlebus vom Innsbrucker Bahnhof nach Wattens direkt zu Swarovski. Und die Gelegenheit mussten wir einfach nutzen.

Die Swarovski Kristallwelten in Wattens

Wattens ist ein kleiner Ort, der inmitteln der wunderbaren Tiroler Berge liegt. Dort gründete Daniel Swarovski 1895 sein Unternehmen für geschliffene Kristalle. Mit seiner Erfindung der “Maschine zum Schleifen von Kristall in Perfektion” schaffte er es Kristalle präziser und effektiver zu schleifen, als dies von Hand möglich sei und schaffte es so das funkelnde Material für mehr Menschen zugänglich zu machen.

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Die Produktion von losen Kristallen stand stets im Zentrum der Unternehmenstätigkeit. Heute findet die hochwertige Handwerkskunst in unterschiedlichen Branchen wie Mode, Innenarchitektur und Lichtdesign Verwendung. Es werden qualitativ hochwertige Kristalle, echte Edelsteine und synthetische Schmucksteine vertrieben.

1995 wurde zum 100. Firmenjubiläum vom Multimediakünstler André Heller die wundervollen Swarovski Kristallwelten erschaffen. Auch andere berühmte Künstler, wie Jim Whiting, Arik Levy oder Lee Bul haben am Erfolg von Swarovski beigetragen und funkelnde Raum- und Erlebniskonzepte erstellt.

Heute wird Swarovski bereits in der fünften Generation geführt und ist weitweit mit 2560 Stores in 170 Ländern vertreten.

Die 16 Wunderkammern

Wenn man den Kopf des Riesen betritt, bekommt man Zutritt zu den Wunderkammern der Swarovski Kristallwelten. Mit jedem Raum erreicht man eine neue Welt, die von den jeweiligen Künstlern nach ihrer ganz eigenen Inspiration mit Kristall gestaltet wurden.

Blaue Halle

Der erste Raum, den man nach dem Eingangs-Lichttunnel erreicht, ist die Blaue Halle. Dort befindet sich neben einer Kristallwand und dem schwarzen Hengst Chetak, auch der Centenar. Das ist der größte von Hand geschliffene Kristall der Welt mit 100 Facetten, was umgerechnet 310.000 Karat entsprechen würde.

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Mechanical Theatre

Nach der tiefblauen Schatzkammer erreicht man das Mechanical theatre, der maschinengesteuerten Welt von Jim Whiting. Im Mittelpunkt stehen ein mechanischer Adonis und eine “Walking Woman”, was die Beziehung zwischen Mann und Frau symbolisieren soll.

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Kristalldom

Der Kristalldom ist eines der Highlights der Swarovski Kristallwelten. Hier befinden sich 595 Spiegel, die einer geodätischen Kuppel nachempfunden sind. Geodäsie bezeichnet die theoretisch kürzeste Strecke zwischen 2 Punkten auf einer gekrümmten Fläche. Man hat das Gefühl inmitten eines Kristalls zu stehen. 9 Spiegel sind übrigens Spionspiegel, die Kunstobjekte verbergen. Im Kristalldom werden auch viele Konzerte und Hochzeiten abgehalten.

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Silent Light

Im “Silent Light” Raum findet man inmitten von schwebenden kristallinen Schneeflocken auch einen funkelnden Kristallbaum mit 150.000 Swarovski Steinen von den Designern Tord Boontje und Alexander McQueen.

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Into lattice sun

In diesem Raum  durchquert man eine utopische Landschaft von der koreanischen Künstlerin Lee Bul mit kristallinen Großskulpturen. Die raumergreifende Installation bietet eine Illusion von neuen Weiten und Tiefen.

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Kristallkalligraphie

Die Traumschrift vom amerikanischen Glaskünstler Paul Seide soll jegliche Sprachgrenze überwinden. Die mit Argon- und Neongas gefüllten Spiral-Glasröhren sind mundgeblasen, ca. 10 Meter lang und werden durch Kristalle ergänzt.

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Eisgasse

Die Eisgasse ist ein geheimnisvoller computeranimierter Weg von Oliver Irschitz. Sobald man einen Fuß auf den Boden setzt, entstehen kristalline Spuren. Durch ein begleitendes Knistern und Knacken fühlt man sich tatsächlich, wie auf einer Eisfläche.

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Transparente Opazität

Dieser Raum ist eine Hommage an die Vielfalt der Kristalle. Hier findet man 3D-Prints aus Kunststoff und Kristalle in verschiedenen Formen und aus verschiedenen Materialien. Mittels Kinnect kann man die Bewegungen seines Körper als Kristall anzeigen lassen. Zukünftig kann man sich wohl seinen “Kristallkörper” dann auch mittels 3D-Druck anfertigen lassen.

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Studio Job Wunderkammer

Wunderkammern sind kleine Kuriositätenkabinette. Auch in der Studio Job Wunderkammer gibt es an jeder Ecke etwas zu entdecken. Hier dreht sich alles um die ganzheitliche Raumerfahrung. Tausende kleine Geschichten in Form von Spiegelungen, Bewegungen und Musik.

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la primadonna assoluta

In diesem dunklen Raum wird der Aufritt der Starsopranistin Jessye Norman zelebriert. Einst sang sie eine Arie aus der Oper “Dido and Aeneas” im Kristalldom und dieser Stimme kann man im Raum lauschen. Außerdem steht hier ein riesiger Bergkristall aus Madagaskar, der eine enorme Energie ausstrahlt. Ein Ort der zum Verweilen einlädt.

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Eden

Sehr beeindruckend ist auch Eden des Künstlerduo Fredrikson Stallard. Es handelt sich um eine Art düsteren Wald. Die Besucher müssen einen Weg durch das Dickicht finden. Beschwerend sind die verspiegelten Wände und die tosenden Hintergrundgeräusche eines Wasserfalls.

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Famos

In dieser Kammer des russischen Künstlerduos Blue Noses sieht man architektonische Wahrzeichen als kristalline Miniatur erschaffen, wie das Taj Mahal, die Cheops-Pyramide, das Empire State Building und das Lenin-Mausoleum. Im Inneren der Ausstellungsstücke entdeckt man humoristische Home-Videos. Motto hier: Größe wird durch Witz relativiert.

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55 Million Crystals

Hinsetzen und genießen, kann man nur sagen, wenn man den “55 Million Crystals” Raum des Musikkünstlers Brian Eno betritt. Das meditativ wirkende Objekt verschmilzt Ambient Music, gemalte Bildkomponenten, Computertechnik und Licht miteinander. Spannend sind die kaum wahrnehmbaren Übergänge. Idee dahinter: Jeder Augenblick ist einzigartig und unwiederholbar.

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Reflexionen

In Reflexionen werden auf 300 Flächen auf 48 Polygonen Augenblicke der Kulturgeschichte in Verbindung mit Kristall präsentiert. Im Mittelpunkt stehen Glaube, Religion und Magie und es wird Bezug auf die Welt genommen, die einerseits aus kristallinen Strukturen besteht und andererseits Kristalle hervorbringt.

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Kristallwald

Beeindruckend ist auch der Kristallwald des italienischen Malers und Videokünstlers Fabrizio Plessi. Hier wird das natürliche, von der Decke hängende Material Holz mit Technik verbunden, indem es flackert, funkelt und rauscht. Die Skulptur “Leviathan” besteht aus 10.000 Kristallen und erinnert an das biblische Seeungeheuer. Nur durch das gegenseitige Beziehungsgeflecht entsteht das Ganze, ist die Idee dahinter.

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In der Schlussausstellung lernt man die Geschichte von Swarovski kennen und darf die Meilensteine des Firmenimperiums noch einmal miterleben. Es erwarten einen edle Schmuckstücke namhafter Designer, Requisiten aus Hollywood Produktionen wie den Cinderella Schuh oder den Schmuck aus Moulin Rouge.

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Kristallwolke und andere Highlights im Garten

2015 wurden die Schatzkammern um neue Wunder im Garten des Riesen ergänzt. Die erstaunliche Landschaft bietet Energie, Inspiration und Schönheit.

Das Herzstück bildet die Kristallwolke, die märchenhaft über dem Spiegelwasser funkelt. 600.000 handgesetzte Kristalle funkeln hier besonders bei Sonnenschein um die Wette. Und auch sonst beeindruckt der Ort mit bezaubernden Gärten und einem Labyrinth. Auch für die Unterhaltung der Kinder ist gesorgt, denn im 20 Meter hohen Spielturm ist für ein multidimensionales Spielerlebnis gesorgt. Mein Sohn wäre begeistert gewesen.

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Daniels

Wer nach dem Besuch bei den Swarovski Kristallwelten hungrig geworden ist, dem empfehle ich das Café und Restaurant Daniels, das man gleich nebenan findet. Die Preise sind moderat und die Aussicht auf den Park und die Natur sind einfach nur himmlisch.

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Die Swarovski Kristallwelten sind täglich von 8:30 – 18:30 geöffnet
Der Eintrittspreis liegt bei € 19 und Kinder ab 6 Jahren zahlen € 7,50.

5 Kommentare

  1. 🙂 Toller Bericht, Vicky!
    Da muss ich auch irgendwann einmal hinfahren; scheint wirklich sehr schön zu sein!
    Liebe Grüße 🙂

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