“Was Ihr fliegt nach Frankreich? Es gibt doch Streik in Paris!” So ähnlich reagierten die meisten Leute auf unsere Ankündigung, dass wir die Weihnachtsferien in Frankreich verbringen würden. Als wir die Reise Anfang Dezember gebucht haben, hätten wir ehrlich gesagt auch nicht daran gedacht, dass der Streik sich bis ins nächste Jahr ziehen würde. Und ein paar Tage vor unserem Abflug hatten wir auch schon ein mulmiges Gefühl, doch stornieren wollten wir auch nicht und so ließen wir uns auf das Abenteuer ein. Gestreikt wird vorwiegend deshalb, weil der Präsident Emmanuel Macron das Pensionsalter von 62 auf 64 Jahre erhöhen möchte und die Franzosen sich das nicht gefallen lassen wollen.

Streik in Paris – Was man aktuell bei einem Urlaub beachten sollte

Der Flug nach Paris fand problemlos statt und als wir am Charles de Gaulle Flughafen angekommen sind, waren wir auch sehr froh, dass der Zug RER B pünklich bereit stand und wir so problemlos in das Zentrum von Paris fahren konnten.
Allerdings endete unsere Reise abrupt am Gare du Nord (Nordbahnhof) und alle Passagiere mussten aussteigen, da er nicht weiter fuhr. Ok, kein Problem… Kurzer Blick auf unseren Metro Plan und wir haben uns eine Alternativroute zum Hotel gesucht. Einfach in die Metro 7 umsteigen und wir fahren direkt zum Hotel. Doch falsch gedacht, denn die Metro war gesperrt und wir ziemlich planlos, wie es weiter gehen soll.

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Oh nein, die Metro fährt nicht!

Zum Glück gibt es am Bahnhof nette Angestellte vom Servicepersonal die freundlich (auch auf Englisch) weitergeholfen haben und Tipps für die Weiterreise gegeben haben. Denn Busse und Straßenbahnen sind so gut wie alle gefahren, nur die Intervalle waren etwas unregelmäßig. Somit war der heißgeliebte Metro-Plan so gut wie nutzlos, aber dank Apple Maps App (die App die für den öffentlichen Verkehr in Wien leider gar nicht funktioniert) waren die Alternativrouten hier in Paris gut angeführt. Aber Achtung die Intervalle haben nicht gestimmt und man musste viel länger auf Busse und Co warten. Google Maps hat übrigens während unseres Aufenthaltes in Paris leider gar nicht funktioniert, da meist Metrolinien angegeben waren, die nicht (!) gefahren sind.
Die Pariser sind übrigens alle immer sehr freundlich und hilfsbereit. Außerdem war ich überrascht, wie gelassen sie alle gewirkt haben, aber vermutlich haben sie sich schon an den Streik gewöhnt.

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Streik in Paris – Meine 8 Tipps für einen angenehmen Aufenthalt

Resumè: Eine Reise nach Paris ist aktuell für Leute kein Problem, die ein Smartphone haben und sich im Web Alternativrouten heraussuchen können. Hierfür braucht man natürlich Datenvolumen, denn ohne ist man ziemlich aufgeschmissen. Wie gesagt Straßenbahnen und Busse fahren zu 90%, die Metro aber teilweise nur in der Früh und abends und teilweise gar nicht. Hier habe ich euch noch meine 8 Tipps für einen Paris Aufenthalt während des Streiks aufgelistet:

  • FORECAST: Informiert euch jeden Tag morgens auf der offiziellen Seite www.ratp.fr welche öffentlichen Verkehrsmittel WANN fahren. Das ändert sich täglich! Ein roter Rahmen heißt sie fahren gar nicht, ein oranger, dass der Betrieb eingeschränkt ist. Achtet auch auf die Uhrzeiten!
  • HOTEL: Bucht ein zentrales Hotel in der Innenstadt. Paris lässt sich gut zu Fuß erkunden. Die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich dicht beieinander. Zwar sind die Hotels im Zentrum teurer, aber ihr spart euch unnötige Wartereien und Umstiege auf öffentliche Verkehrsmittel.
  • AUSFLÜGE: Ausflüge nach Disneyland und zum Schloss Versailles würde ich nur mit einem Mietauto unternehmen, da viele öffentliche Verkehrsmittel oft nur bis 18 Uhr fahren und man sonst garantiert nicht mehr so einfach ins Hotel zurückkommt.
  • NO TAXI: Vermeidet Taxis, die verlangen aktuelle das 3-fache, da die Nachfrage so groß ist. Außerdem gibt es in der Stadt ein Verkehrschaos und man steht lange im Stau.
  • TIME MANAGEMENT: Plant genug Zeit ein, um pünktlich wieder zum Flughafen zu kommen. Der RER B fährt regelmäßig zum Aéroport Charles de Gaulle, aber die Züge sind oft ziemlich voll und die Intervalle unregelmäßig.
  • ONLINE BUCHUNG: Bucht Tickets für den Louvre, den Eiffelturm und andere Sehenswürdigkeiten im Vorfeld, damit ihr nicht lange anstehen müsst. Man glaubt es kaum, aber es ist dennoch sehr viel los in Paris.
  • MOBIL SEIN: In Paris gibt es sehr viele Anbieter für Fahrräder und Elektroroller zum Mieten. Mittels App kann man sich schnell registrieren und so schnell von A nach B düsen, wenn man nicht auf die Öffis warten möchte.
  • FLEXIBEL SEIN: Am besten in der Früh eine Route zusammenstellen, was man heute ansehen möchte und welche Sehenswürdigkeiten beieinander liegen.

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